Vermittelt antike Wickelmethode “Pucken” das Gefühl von Geborgenheit?

Babys Pucken

Babys Pucken

Schon mal vom Pucken gehört, liebe Mamis? Es wäre nicht verwunderlich, wenn nicht, denn das heutige Pucken ist eine Abwandlung einer uralten Wickelmethode, die bei Neugeborenen und Säuglingen zum Einsatz kommt.

In Deutschland wurden Säuglinge angeblich länger und fester von Ihren Müttern gewickelt als es die Mamas  in Frankreich und in England üblicherweise taten, dort wurde das Pucken zwar auch praktiziert, aber schon wesentlich früher aufgegeben. In Deutschland wurde die Pucken-Wickelmethode noch im 19. Jahrhundert relativ strikt angewandt. 1877 erschien dann jedoch in einem englischen Magazin ein Artikel, in dem man ein deutsches Baby als “klägliches Objekt” bezeichnete, das wie eine Mumie eingewickelt und nur kurz zum Wechseln der Windeln von seinen Bandagen befreit werde. Diese Methode wurde bis zum 6. Monat angewandt. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wurden deutsche Säuglinge in den ersten acht Wochen nur zum Windelwechsel herausgenommen, weil man den Körper für extrem schwach und zerbrechlich hielt.

Und wieso ist die Wickelmethode des Puckens auf einmal doch wieder im Trend? Heute vermittelt das Pucken eine vertraute Enge, welche der Säugling aus dem Mutterleib gewohnt war, deshalb wirkt es beruhigend und vermittelt das Gefühl von Geborgenheit. Eingepuckte Säuglinge sind in ihrem Bewegungsraum eingeschränkt. Arme und Beine können nicht unkontrolliert bewegt werden, dadurch werden ungewollte Zuckungen und Fuchteleien mit den Armen verhindert.

Babys werden im Allgemeinen durch das Pucken ruhiger und auch zufriedener. Das Kind wird meist vor dem zu Bett gehen auf dem Wickeltisch noch einmal gepuckt, um für einen sanften und ruhigen Schlaf zu sorgen.

Um das Pucken Ihrem Kind abzugewöhnen ist die heftige Radikalkur meist die schnellere Variante. Wenn sie von Heute auf Morgen das Pucken sein lassen, wird ihr Kind eventuell dieses mit Schreiattacken quittieren. Auch wenn diese Schreiattacken diesmal nicht durch die ungewollten Zuckungen und Arm-Fuchteleien verursacht wird, ist das kein schöner Zustand. Viel angenehmer für das Baby und auch für die Ohren der Eltern ist die empfohlene Vorgehensweise des langsamen Abgewöhnens. Versuchen sie allmählich, jeden Tag das Pucken ein kleines Bisschen weniger fest zu gestalten. Das Baby wird diese Veränderung kaum bemerken, bis es schließlich ganz ohne das Pucken auskommt.

Würden Sie Ihr Kind auf dem Wickeltisch einpucken oder denken Sie, dass das Einfache Zudecken im Kinderbett völlig ausreicht? Stimmen Sie auf Facebook ab! Hier geht’s zur Abstimmung.

Kunterbunt, traumhaft, stilvoll – und jetzt ab zu kindermoebelversand.de!

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles, Wissenswertes abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.