Das kleine Bettwäsche – Lexikon

Ein Erwachsener verbringt täglich 8 Stunden im Bett, das ist ein Drittel des Tages. Ein Baby schläft doppelt so lange, anfangs sogar bis zu 16 Stunden.
Bei so viel Schlaf erhält die Qualität der Bettwäsche eine hohe Bedeutung und sollte sorgfältig bedacht sein.

Welche Arten von Bettwäsche gibt es denn überhaupt und was sind die Vor- und Nachteile?

Baumwoll-Bettwäsche:
Baumwolle ist fein, weich, schmiegsam und hautsympatisch. Auch die empfindlichste Haut fühlt sich in Baumwolltextilien wohl.

Die wohl wichtigste und wertvollste Eigenschaft, die Baumwolle besitzt, ist die gute Saugfähigkeit (bis zu 350% des Eigengewichts!), die Körperfeuchtigkeit wird aufgenommen, die Baumwolle staut diese aber nicht, sondern gibt sie gleichmäßig an die Umgebung ab, ohne dass eine fühlbare Verdunstungskälte entsteht.

Baumwolle ist leicht zu verarbeiten, daher ist das Preis-Leistungsverhältnis bei Baumwoll-Bettwäsche sehr ausgewogen.

Baumwolle besitzt eine sehr hohe Reißfestigkeit und lässt sich sehr gut bei maximal 60°C waschen.

Da sich Baumwolle sehr gut bedrucken und färben lässt, ist der Vielfalt an Mustern und Farben keine Grenzen gesetzt

Biber-Bettwäsche:
Gerade im Winter, wenn der Körper schon am Tage viel Energie für einen warmen Körper aufbringen muss, ist in flauschiger Biber-Bettwäsche, eine Art angeraute Baumwolle, kuscheliges Einschlafen garantiert.

Im 18./ 19. Jahrhundert waren Biberfelle sehr beliebt, um sich vor Kälte zu schützen. Sicher trug diese Information für die Erfinder der Biber-Bettwäsche zur Namensgebung bei.
Zwei Sorten werden dabei unterschieden: die normale und die Feinbiberbettwäsche, wobei letztere schon sehr dem Flanell ähnelt.

Biber-Bettwäsche ist bei 60° waschbar und bügelfrei.

Seersucker-Bettwäsche:
Seersucker ist ein Gewebe aus Baumwolle, welches durch die Verarbeitung mit abwechselnd glatten und gerafften Stoffstreifen ein erwünschtes geknittertes Aussehen erhält und damit nicht gebügelt werden muss.

Der Name Seersucker stammt aus dem persischen Sprachgebrauch Milch und Zucker, persisch: ‘Shir o shekar’.

In Seersucker schläft man entspannt, im Sommer empfindet man den dünnen Stoff als angenehm und schwitzt nicht.

Seersucker-Bettwäsche sollte bei max. 40°C gewaschen und der Schleudergang niedrig gehalten werden, so bleibt der Kräuseleffekt lange erhalten.

Frottee-Bettwäsche:
Beim Weben von Frottee wird eine zusätzliche Florkette, die auf beiden Seiten des Grundgewebes als Schlingenbildung erscheint, locker eingewebt. Dadurch erhält die Bettwäsche ein flauschiges Aussehen, welches sich auch so anfühlt. Es wird hauptsächlich für das Fertigen von Bettlaken genutzt.

Frottee-Stretch-Material ist eine Mischung aus Baumwolle und Polyester.

Jersey-Bettwäsche:
Der Ausgangsstoff für Jersey ist Baumwolle, Wolle oder Wollmischgarn oder auch Seide.
Bettwäsche aus Jersey ist nicht gewebt, sondern wird aus feinen Maschen hergestellt. Jersey fühlt sich angenehm auf der Haut an und ist zudem noch bügelfrei.

Linon-Bettwäsche:
Obwohl Linon so ähnlich klingt wie Leinen, hat es zu Leinen aber keinerlei Bezug. Linon besteht aus reiner Baumwolle. Der Name führt lediglich auf die Webart zurück.

Die Bettwäsche hat eher ein rustikales Aussehen, aber sie ist auf keinen Fall steif. Die Bettwäsche ist bei 60° waschbar und einlaufgeschützt. Linon ist strapazierfähig, robust und lange haltbar – daher findet man Linon-Bettwäsche auch sehr häufig in Hotels.

Satin-Bettwäsche:
Satin wir aus einer  besonders hochwertigen langfaserigen Baumwolle gewebt, welche gekämmt und mercerisiert wird. Das bedeutet, sie wird von Kleinfasern befreit, welches den Glanz von Satin noch mehr verstärkt.

Durch eine besondere Webart entsteht die noch edlere Maco-Satin-Bettwäsche.

Eine weitere Materialart ist Satin-Bettwäsche aus Microfaser. Die Microfaser besteht aus 100% Polyester. Microfaser ist feiner als Seide, sehr pflegeleicht und sorgt stets für einen trockenen Schlafkomfort. Die Feuchtigkeit wird an die Oberfläche transportiert.

Die edelste Art der Satin-Bettwäsche ist die Maco-Satin-Bettwäsche, was sich auch im Preis niederschlägt.

Die Satin-Bettwäsche wirkt in den heißen Sommermonaten atmungsaktiv und kühlend, im Winter wird der Körper vom weichen Satin umhüllt.

Satin-Bettwäsche vermittelt Luxus pur. Satin-Bettwäsche erhält man in vielfältigen Farben und Mustern, der Trend geht aber zu einfarbigen Kissen und Bettbezügen.

Microfaser-Bettwäsche:
Im Winter schafft Microfaser-Bettwäsche eine wohlige angenehme Wärme, so dass ein schnelles Einschlafen ohne zu frieren garantiert ist.

Microfaser sind sehr dünne, feine Faser. Die Microfaser Bettwäsche saugt wesentlich mehr Feuchtigkeit auf als Baumwoll-Bettwäsche. Der Schweiß wird vom Körper nach außen an die Luft transportiert.

Obwohl Microfaser-Bettwäsche nur bei 60°C gewaschen wird, ist die Bettwäsche für Allergiker geeignet.In dem feinen Gewebe können sich keine Pollen oder Milben festsetzen.

Microfaser besteht aus 100% Polyester.

Microfaser-Bettwäsche muss kaum geschleudert werden, da sie sehr schnell trocknet. Außerdem ist sie bügelfrei, verrutscht nicht und sieht nach jedem Waschgang wie neu aus.

Welche Größen sind bei Bettwäsche üblich?

Kopfkissen:
In Deutschland sind die üblichen Größen für Kopfkissen 80×80 cm oder für schmale Kissen 40×80 cm.

In unserem Nachbarland Österreich hingegen sind die üblichen Größen 70×90 cm oder 60×80 cm.

Bettbezug:
Der Bettbezug besitzt als Standard eine übliche Länge von 200 cm und eine Breite von 135 cm.

Unsere österreichischen Nachbarn bevorzugen die Maße 140 x200 cm als Standard.

Sehr gern wird die Bettwäsche auch in Übergrößen gekauft. Besonders gut geeignet sind diese für sehr große Menschen. Aber auch für die ‘Normalgebauten’ wird oft die Übergröße genutzt, weil die Zudecke einfach größer und es darunter kuscheliger ist. Die Bettwäsche-Übergrößen in Deutschland fangen an bei 135x220cm an, gehen dann weiter auf 155×220, 155×240, 200×200, 200×220 bis 200×240

Spannbettlaken/- tücher:
Spannbetttücher für Einzelbetten gelten entweder für Matratzen mit dem Maß 90 x 200 cm oder 100x200cm. Bei Groß-bzw. Doppelbetten mit einer Matratze sind 140 x 200 cm die gängige Größe.

Für das Französische Bett ist das übliche Maß 180 x 200 cm und bei Wasserbetten, die konstruktiv generell größer als normale Betten sind, benötigt man größtenteils Betttücher mit einer Länge von 200 bis 240 cm und eine Breite bis 220 cm.

Worauf sollte man beim Kauf einer Bettwäsche achten?

Eine Bettwäsche wird in Form von Garnituren angeboten. Hier ist die entscheidende Frage, was man benötigt.

Es werden Garnituren mit 2 Bezügen und 2 Kopfkissen angeboten, aber auch mit 2 Kopfkissen und einem Bettbezug. Oft wird die Bettwäsche-Garnitur auch gleichzeitig mit einem passenden Bettlaken dazu angeboten.

Der Vorteil einer Garnitur ist, dass sie immer mehrere zusammenpassende Bettwäscheteile einschließt und ein müßiges Suchen nach der passenden Farbe oder Dessin entfällt.

Ein wichtiges Kaufkriterium ist der Verschluss der Bettwäsche.

Es ist ein Unterschied, ob die Bettdecke nur lose im Bezug liegt oder dieser mit Knöpfen verschlossen wird. Am komfortabelsten ist der Reißverschluss, da somit die Bettdecke nicht mehr aus dem Bezug herausrutschen kann. Man sollte aber darauf achten, dass der Schiebegriff des Reißverschlusses nach innen gelegt ist und der Reißverschluss selbst durch eine Stoffkante überdeckt ist. So kann es nicht passieren, dass  man sich an ihm verletzt bzw. gerade im Winter die Kälte des Metalls zu spüren bekommt.

Sind Sie neugierig auf unsere Bettwäsche geworden? Dann schauen Sie doch einmal bei uns im Kindermöbelshop vorbei! Wir bieten schöne Kinderbettwäsche für Mädchen und Jungs, garantiert ist für jeden Geschmack etwas dabei!

 

Beim nächsten Mal berichten wir darüber, welche Art der Bettwäsche besonders für Babys und Kleinkinder geeignet ist und worauf man beim Kauf besonders achten sollte. Bis dahin freuen wir uns auf Ihren Besuch!

 

Ihr Dannenfelser Kindermöbel-Team!

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